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SPD Gemeindeverband Rhaunen.

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Reimut Schmitt (Berlin)

Hans Oster (9.8.1887 – 9.4.1945)

Hans Oster nahm als Generalstabsoffizier am Ersten Weltkrieg teil und wurde anschließend in die Reichswehr übernommen, die er 1932 aus persönlichen Gründen verließ. Er arbeitete in den folgenden Jahren zunächst als Zivilangestellter im Amt Abwehr des Reichswehrministeriums und war verheiratet mit Gertrud Knoop, mit der er eine Tochter und zwei Söhne hatte.

Im Januar wurde Canaris 1) neuer Abwehrchef und ließ Oster als Offizier reaktivieren. Oster war bereits im Herbst 1938 an der Planung eines Umsturzversuchs durch die militärische Opposition beteiligt. 1940 informierte er heimlich den niederländischen Militärattaché über den bevorstehenden Überfall deutscher Truppen auf die Niederlande. Obwohl 1941 zum Generalmajor und zum Chef des Stabes im Amt Ausland/Abwehr befördert, musste er 1943 wegen einer angeblichen Devisenaffäre seinen Abschied nehmen. Die Verschwörer planten, ihn nach einem gelungenen Umsturz zum Präsidenten des Reichskriegsgerichts zu machen. Am 21. Juli 1944 wurde er verhaftet, am 8. April 1945 von einem SS-Standgericht im KZ Flossenburg auf Befehl Hitlers zum Tode verurteilt und einen Tag später ermordet.

1) Wilhelm Franz Canaris (* 1. Januar 1887 in Aplerbeck bei Dortmund; † 9. April 1945 im KZ Flossenbürg) war ein deutscher Admiral und während der Zeit des Nationalsozialismus von 1935 bis 1944 Leiter der Abwehr, des militärischen Geheimdienstes der Wehrmacht. Der aus einer bürgerlichen Familie stammende Canaris wurde im Ersten Weltkrieg unter anderem als Agent und U-Boot-Kommandant eingesetzt. Während der Zeit der Weimarer Republik arbeitete er eng mit den Freikorps zur Bekämpfung der Spartakisten zusammen und hielt später illegal Kontakt zur rechtsradikalen und republikfeindlichen Terrororganisation Organisation Consul. Canaris war maßgeblich an der Organisation der deutschen Unterstützung für Franco im Spanischen Bürgerkrieg beteiligt. Als Leiter des militärischen Nachrichtendienstes war Canaris an allen größeren Militäroperationen des Deutschen Reiches im Zweiten Weltkrieg bis Anfang 1944 beteiligt. Ab 1938 unterstützte Canaris zahlreiche konservative Widerstandskämpfer und war zwischen 1938 und 1940 an Umsturzplänen beteiligt. In das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler war Canaris nicht direkt involviert. Bei Untersuchungen der Geheimen Staatspolizei wurde Canaris’ Tagebuch gefunden und damit sein Kontakt zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus bekannt. Infolgedessen wurde Canaris verhaftet. Anfang April 1945 wurde er von einem SS-Standgericht im Konzentrationslager Flossenbürg zum Tode verurteilt und gehängt.

Quelle: Peter Steinbach und Johannes Tuchel (Herausgeber): Lexikon des Widerstandes 1933 – 1945

 
 

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