Gegen den Strom

Veröffentlicht am 07.11.2016 in Allgemein

Reimut Schmitt (Berlin)

Erna Blencke

Erna Blencke wurde 1896 als Tochter eines Prokuristen in Magdeburg geboren, erhielt 1917 ihre Lehrbefähigung für Volks- und höhere Schulen, studierte von 1919 an der Universität von Göttingen Mathematik, Physik, Philosophie und Pädagogik und wurde 1929 in Frankfurt am Main als Studienrätin tätig. Sie engagierte sich im Deutschen Lehrerverein, im Freidenkerverband und war Funktionärin des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK).

Als sie am 5. Mai 1933 aus politischen Gründen aus dem Schuldienst entlassen wurde, gründete sie einen Brotvertrieb, der zugleich als Tarnung der illegalen Arbeit des ISK diente. Blencke baute vor allem im Raum Hannover SKK-Gruppen auf und übernahm 1937 die illegale Reichsleitung. Nach einer Verhaftungswelle unter ISK-Mitgliedern drohte auch ihr die Festnahme, der sie Anfang 1938 durch Emigration über die Schweiz nach Frankreich noch rechtzeitig entgehen konnte.

In Paris, dem Sitz der ISK-Auslandsleitung, berichtete sie über die illegale Arbeit in Deutschland und schrieb für die „Sozialistische Warte“. Nach Kriegsausbruch interniert, konnte sie 1940 aus dem Lager Gurs fliehen und gelangte mit Hilfe internationaler Hilfskomitees im April 1941 in die USA. Hier wurde sie im deutschsprachigen Zweig des Workmen Circle politisch tätig sowie als Mitglied des Jewish Labor Comittee, der Socialist Party und weiterer Organisationen der amerikanischen Arbeiterbewegung.

Einem Ruf des DGB Hannover folgend, kehrte sie 1951 nach Deutschland zurück, wo sie vor und nach ihrer Pensionierung weiter pädagogisch und insbesondere in der Erwachsenenbildung arbeitete. In den 1960er und 1970er Jahren war sie Vorstandsmitglied der SPD in Frankfurt am Main und von 1978 bis 1982 Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie. Sie starb am 21.6.1991.

Ín den 1960er und 1970er Jahren Mitarbeit im SPD-Vorstand Frankfurt am Main

1978-1982 Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie.

 
 

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