Gegen den Strom

Veröffentlicht am 02.02.2017 in Allgemein

Reimut Schmitt (Berlin)

Carl Goerdeler (31.7.1884 – 2.2.1945)

Carl Goerdeler war seit 1930 Oberbürgermeister von Leipzig und übte in der Endphase der Weimarer Republik gleichzeitig das Amt des Reichskommissars für die Preisüberwachung aus. Er war verheiratet mit Anneliese Ulrich, mit der er zwei Töchter und drei Söhne hatte.

Seit 1935 kam es zu heftigen Auseinandersetzungen mit der NSDAP. Nach seinem Rücktritt als Oberbürgermeister im April 1937 wurde Carl als Berater der Robert Bosch GmbH tätig und unternahm in Deutschland und im Ausland ausgedehnte Reisen. Dabei warb er für die Ziele seiner Politik, die sich gegen die Nationalsozialisten richtete. Er wurde so zum Mittelpunkt der zivilen Widerstandskreise. In zahlreichen Denkschriften und Entwürfen plante er die Neuordnung des politischen Lebens in Deutschland nach einem gelungenen Staatsstreich und stellte sich als Reichskanzler zur Verfügung. Bereits vor dem 20. Juli 1944 wurde er von der Gestapo gesucht. Nach dem Attentat auf Hitler konnte er zunächst entkommen, wurde kurz darauf denunziert und m 8. September 1944 vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt. Auf Befehl Hitlers wurde er erst fünf Monate später nach ausführlichen Vernehmungen in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Fritz Goerdeler (6.3.1886 – 1.3.1945)

Fritz Gördeler wirkte nach dem Ersten Weltkrieg zunächst als Rechtsanwalt und Bürgermeister in Marienwerder und musste dieses Amt 1933 unter dem Druck der Nationalsozialisten aufgeben. Danach wurde er Stadtkämmerer von Königsburg. Er war verheiratet mit Susanne Ulrich, mit der er drei Töchter und einen Sohn hatte. Wie sein älterer Bruder Carl wollte er sich mit den Zuständen im NS-Deutschland nicht abfinden und folgte ihm schließlich in den Widerstand. Carl nutzte die enge familiäre Bindung der Familie – auch ihre Ehefrauen waren Schwestern -, um Fritz in seine Pläne einzuweihen und bei ihm Unterstützung zu finden. Zu Beginn des Jahres 1943 übernahm Fritz die Aufgabe, in Königsberg Verbündete für den geplanten Staatsstreich zu werben, und wirkte an Kontakten zu militärischen Widerstandskreisen mit. Nach dem gescheiterten Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 verhaftete die Gestapo neben anderen Mitgliedern der Familie Goerdeler auch Fritz Goerdeler. Am 23. Februar 1945 wurde er zum Tode verurteilt und am 1. März 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Quelle: Peter Steinbach und Johannes Tuchel (Herausgeber): Lexikon des Widerstandes 1933 - 1945

 
 

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