Gegen das Vergessen; nie wieder!

Veröffentlicht am 29.07.2010 in Allgemein

Reimut Schmitt

Im Baltikum begann die Ermordung der ansässigen Juden – wie auch in der Ukraine und in Weißrussland – unmittelbar nach dem deutschen Einmarsch. Binnen weniger Monate ermordeten Kommandos der Einsatzgruppe A zusammen mit örtlichen Polizeiverbänden und unterstützt von Wehrmachtseinheiten den größten Teil der ansässigen Juden.

Ende Juni 1941 besetzt die Wehrmacht die 57.000 Einwohner zählende Stadt Libau (Liepâja) in Lettland. Die über 7.300 jüdischen Bewohner wurden umgehend von der übrigen Bevölkerung isoliert: Alle männlichen Juden mussten sich täglich auf dem zentralen Platz der Stadt melden. Für den 15. und 16. Dezember wurde für die jüdische Bevölkerung eine Ausgangssperre verhängt. Wer keine Arbeitserlaubnis besaß, wurde nach Skeden deportiert, einem nahe gelegenen Fischerdorf an der Ostsee. In den folgenden Tagen wurden am Strand von Skeden zwischen 2.700 und 2.980 jüdische Männer, Frauen und Kinder von deutschen SS-Angehörigen und litauischen Hilfspolizisten erschossen. Beim Einmarsch der Roten Armee 1945 lebten in Libau weniger als 30 Juden.

Quelle: Katalog der HOLOCAUST-Ausstellung im Deutschen Historischen Museum. Erläuterung zu zwei ausgestellten Bildern. („Ein lettischer Polizist wirft exekutierte Juden in das Massengrab“ und „Frauen am Rande des Massengrabes.“)

Aufgespürt von Reimut Schmitt

 
 

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