Gegen das Vergessen; nie wieder!

Veröffentlicht am 15.07.2015 in Allgemein

Reimut Schmitt (Berlin)

Die Schuld der Ärzte (Teil 2)

Aus der puristischen Sicht der Nationalsozialisten waren Auschwitz und die anderen Todeslager deshalb eine gesundheitspolitische Maßnahme: Man beseitigte Menschen, die dem Allgemeinwohl schadeten oder das Gemeinwesen bedrohten. Folglich wurden die ersten als nicht arbeitsfähig eingestuften Häftlinge in Block 10, dem Krankenbau, umgebracht – mittels einer Phenol-Injektion. Es war die exakte Umkehr der medizinischen Ethik: Der Patient wurde nicht geheilt, sondern getötet.

Als 1942 das System der Selektion eingeführt wurde, übernahmen die SS-Ärzte eine Schlüsselrolle im Vernichtungsprozess. Sie waren es, die eine für den Betriebe des Lagers zentrale Entscheidung trafen: Wer von den Neuankömmlingen sollte leben, und wer sollte sterben. Die aktive Teilnahme von Ärzten am Selektionsprozess war für die Nationalsozialisten sowohl aus praktischen als auch aus ideologischen Erwägungen unabdingbar. Der praktische Grund lag auf der Hand: Man ging davon aus, dass Ärzte am geeignetsten waren, um auf einen Blick (jede Selektion dauerte nur ein paar Sekunden) die Arbeitsfähigkeit eines Menschen festzustellen. Der ideologische Grund war weniger offensichtlich, dafür aber weit bedeutsamer: Indem man die Ärzte in den Selektionsprozess einbezog, stellte sich das Töten nicht als Akt reiner Willkür dar, sondern als wissenschaftlich Notwendigkeit. In Auschwitz wurden keine Menschen wahllos abgeschlachtet, sondern man leistete einen wohlüberlegten Beitrag zur Volksgesundheit.

Auf dem Gebiet der medizinischen Forschung sollten sich die Ärzte von Auschwitz von einer besonders grausamen Seite zeigen. Der Einsatz von Häftlingen für diese Zwecke entsprach dem nationalsozialistischen Grundsatz, dass Staatsfeinde ihren „Beitrag“ für das Reich zu leisten hätten – wenn nicht durch Zwangsarbeit, dann durch ihren Tod im Dienste der „medizinischen Wissenschaft“. Für einen Arzt, der in der Forschung Karriere machen wollte und sich weder durch Mitleid noch moralische Skrupel behindern ließ, war Auschwitz ein einzigartiges Experimentierfeld. Dr. Clauberg 1)und Dr. Schumann betrieben in Auschwitz „medizinische Forschung“ auf dem Gebiet der Sterilisation. Schumann verfügt bereits über einige Erfahrung im Töten; er hatte im Rahmen des Euthanasieprogramms als Arzt im Vernichtungszentrum Sonnenstein gearbeitet, wohin man im Juli 1941 kranke und geschwächte Häftlinge aus Auschwitz gebracht hatte.

Silvia Veselá, eine der ersten slowakischen Frauen in Auschwitz, musste Clauberg und Schumann assistieren. Die arbeitet als Krankenschwester in Block 10 im Stammlager, wo zahlreiche Experimente durchgeführt wurden: „In einem Teil des Blocks war die Röntgenabteilung, Dort standen riesige Röntgengeräte mit großen Röhren, die Dr. Schumann bei den Sterilisationen einsetzte. Der andere Teil des Gebäudes war Dr. Claubergs Bereich. Er führte die Sterilisationen mit Hilfe von ätzenden Substanzen durch die er in die Eierstöcke der Frauen injizierte, damit sie verklebten. Das Hauptziel dieser Versuche war es, herauszufinden, wieviel von der Substanz nötig war, um eine Sterilisation zu erreichen“.

Himmler verfolgte diese Experiment in Auschwitz mit besonderem Interesse, denn natürlich war die Sterilisation eine der Maßnahmen, mit denen die Nationalsozialisten ihr selbstgeschaffenes „Judenproblem“ zu lösen gehofft hatten, ehe die Gaskammern entwickelt wurden; auf der Wannseekonferenz hatte man diese Methode sogar als mögliche Alternative zur Deportation deutscher Juden gemischter Herkunft erwogen. Doch trotz der Versprechungen führender medizinischer Experten wie Dr. Clauberg wartete Himmler noch immer darauf, das man ihm eine billige und effiziente Sterilisationstechnik lieferte.

Da Silvia Veselá die Frauen, die diesen schmerzhaften Experimenten unterzogen wurden, gern hatte, versuchte sie, das Geschehen nicht zu sehr an sich „herankommen zu lassen“: „Das Beste, was man machen konnte, war, gar nicht darüber nachzudenken. Es wurde auch die Wirkung unterschiedlicher Röntgendosen auf den Dünndarm getestet. Es war schlimm. Die Frauen mussten sich ständig übergeben. Es war wirklich schrecklich.“ Die Röntgenstrahlen wurden entweder zur Sterilisation selbst eingesetzt oder um die Wirkung der in die Gebärmutter injizierten Substanzen zu überprüfen: „Die Frauen wurden mit gespreizten Beinen auf den Röntgentisch gelegt. Dann spritzte ihnen der Arzt ein Kontrastmittel in die Eileiter. Von einem Monitor aus konnte er kontrollieren, ob die Spritze richtig ansetzte. Nach jeder Untersuchung und Injektion belichtet ich die Röntgenaufnahmen, damit man sehen konnte, ob die Eierstöcke verklebt waren und die Sterilisation geklappt hatte…. Für die waren es keine Menschen. Wir waren Tiere. Verstehen Sie das? Wir waren keine Menschen. Wir waren einfach nur Nummern und Versuchstiere.“

Auch Silvia Veselá entging dem Forscherdrang Dr. Clausbergs in Block 10 nicht: „Als ich krank war, machten sie auch an mir Versuche…. Leider bin ich nach dem Krieg, als ich verheiratet war, trotz dieser Experimente schwanger geworden. Ich musste eine scheußliche Abtreibung vornehmen lassen. Die Ärzte: ‚Einmal reicht! Werden Sie bloß nicht noch einmal schwanger."

In Block 10 führten nicht nur Schumann und Clauberg ihre Sterilisationsexperiment durch, sondern auch Dr. Wirths 3), der ranghöchste Militärarzt in Auschwitz, missbrauchte Frauen für seine „Erforschung“ des Gebärmutterhalses. In Block 28 des Stammlagers wurden medizinische Experimente an Männern durchgeführt. Dazu zählte eine Versuchsreihe, bei der man auf die Haut der Häftlinge giftige Wirkstoffe auftrug, um möglichen Tricks auf die Spur zu kommen, mit denen sich Wehrpflichtige vor dem Armeedienst drücken wollten.

1) Carl Clauberg wurde in dem Dorf Wupperhof im Bergischen Land als Sohn einer Handwerkerfamilie geboren. Die Familie verzog 1903 nach Kiel. Ab 1916 nahm Clauberg als Infanterist am Ersten Weltkrieg teil. Clauberg war an der Westfront eingesetzt und geriet 1917 in britische Kriegsgefangenschaft. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft begann Clauberg ab 1920 ein Medizinstudium an der Universität Kiel und setzte das Studium an der Universität Hamburg und der Universität Graz fort. Das Studium beendete er im Juni 1924. Nach der Approbation im April 1925 promovierte er im Mai 1925 an der Universität Kiel. Clauberg trat am 1. April 1933 der NSDAP und SA bei. In der SA bekleidete Clauberg den Rang eines Sanitätsobersturmführers. Zudem gehörte er dem NS-Dozentenbund und dem NS-Ärztebund an. Clauberg wurde 1940 ehrenhalber SS-Gruppenführer der Reserve. Am 22. März 1940 erkundigte sich Reichsführer-SS Heinrich Himmler bei Clauberg über eine sichere Sterilisationsmethode für gebärfähige Frauen. Hintergrund dieser Anfrage war die Absicht, eine „negative Demographie“ bei den „Ostvölkern“ herbeizuführen. Clauberg, der als Fachmann auf dem Gebiet der Sterilisationsforschung galt, warb noch 1940 für ein Forschungsinstitut für Fortpflanzungsbiologie. Er führte Tierversuche durch, bei denen er den Versuchstieren formalinhaltige Substanzen in die Eileiter injizierte, welche Schleimhautverklebungen zur Folge hatten. Im Mai 1942 bat Clauberg Himmler schriftlich um die Möglichkeit, in größerem Umfang diese Sterilisationsversuche auch an Frauen durchführen zu können. Spätestens im Dezember 1942 kam Clauberg nach Auschwitz-Birkenau und begann dort – ebenso wie Horst Schumann – im Block 30 des Frauenlagers mit den Sterilisationsversuchen. Im März 1943 wies man ihm den Block 10 des Stammlagers des KZ Auschwitz für seine Experimente zu. In den zwei Sälen im Obergeschoss dieses Blocks waren einige hundert Jüdinnen aus verschiedenen Ländern untergebracht. Mit der von Clauberg erarbeiteten Methode einer operationslosen Massensterilisierung wurde ein für diese Zwecke speziell präpariertes chemisches Mittel in die Eileiter injiziert, das deren starke Entzündung zur Folge hatte. Nach einigen Wochen waren die Eierstöcke zusammengewachsen und damit verstopft. Einige wenige Jüdinnen verstarben infolge der Experimente, andere kamen ums Leben, weil sie – nach Claubergs Kriterien – als unbrauchbar für die Experimente selektiert, nach Birkenau überstellt und dort direkt in den Gaskammern ermordet wurden oder in einem Arbeitskommando starben. Von 1942 bis 1944 wurden Clauberg in Auschwitz 498 Häftlinge „für Versuchszwecke“ zur Verfügung gestellt, wobei er pro Frau und Woche eine Summe von 1 RM an die Lagerleitung zu entrichten hatte. „Claubergs brutales Vorgehen ist bald lagerbekannt – einmal kommen SS-Aufseherinnen hinzu, weil sie sehen wollen, was er denn eigentlich mit den Frauen treibe, deren Geschrei durch das Lager hallt“. Aufgrund des Vorrückens der Roten Armee setzte er seine Versuche im Konzentrationslager Ravensbrück an mindestens 35 weiteren Frauen fort. Insgesamt führte Clauberg zwischen ca. 550 und 700 Zwangssterilisationen durch. Zu den Opfern seiner Zwangssterilisationen zählte Ilse Arndt. Im Juni 1943 schrieb Clauberg an Himmler: „Die von mir erdachte Methode, ohne Operation eine Sterilisierung des weiblichen Organismus zu erzielen, ist so gut wie fertig ausgearbeitet. […] Was die Frage anbelangt, die Sie, Reichsführer, mir stellten, nämlich in welcher Zeit es etwa möglich sein würde 1000 Frauen auf diese Weise zu sterilisieren, so kann ich diese heute voraussehend beantworten. Nämlich: Wenn die von mir durchgeführten Untersuchungen so weiter ausgehen wie bisher – und es besteht kein Grund anzunehmen, dass sie es nicht tun – so ist der Augenblick nicht mehr sehr fern, wo ich sagen kann, von einem entsprechend eingeübten Arzt an einer entsprechend eingerichteten Stelle mit vielleicht 10 Mann Hilfspersonal höchstwahrscheinlich mehrere hundert, wenn nicht gar 1000 – an einem Tage.“ Am 8. Juni 1945 wurde Clauberg in Eckernförde festgenommen. Er wurde im Juli 1948 in der Sowjetunion zu 25 Jahren Haft verurteilt. Am 11. Oktober 1955 wurde er aus der Kriegsgefangenschaft im Rahmen der „Heimkehr der Zehntausend“ als „Nichtamnestierter“ entlassen. Zunächst war er wieder als Gynäkologe an seiner alten Klinik tätig. Er wurde dort als „Spätheimkehrer“ und Märtyrer gefeiert. Der Zentralrat der Juden in Deutschland erstattete dann Strafanzeige wegen „fortgesetzter schwerer Körperverletzung“. Am 22. November 1955 wurde er in Kiel verhaftet, nachdem er zuvor schon in die psychiatrische Klinik von Neustadt in Holstein eingewiesen worden war. Anfang Februar 1956 stellten die Gutachter seine Zurechnungsfähigkeit fest. Ralph Giordano schrieb über die Anklageschrift: „Obwohl ich vielen NS-Prozessen vor bundesdeutschen Schwurgerichten beigewohnt habe, gehört die Anklageschrift gegen Clauberg zur unerträglichsten Lektüre, der ich mich je beim Studium von Naziverbrechen unterzogen habe.“ Aufgrund der gegen ihn erhobenen Vorwürfe wurde Clauberg 1956 die Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie versagt und ihm im März 1957 Berufsverbot erteilt. Bevor es zur von der Verteidigung hintertriebenen Eröffnung des Prozesses kam, bei dem die von ehemaligen nationalsozialistischen Juristen besetzte Kieler Justiz auch den Nebenkläger Henry Ormond abgewiesen hatte, starb Clauberg allerdings im August 1957 an einem Schlaganfall. Eine Obduktion, die das gerichtsmedizinische Institut Kiel durchführte, weil Zweifel an seinem natürlichen Tod geäußert wurden, ergab „beginnende Gehirnerweichung“ (Enzephalomalazie).

2) Horst Schumann wurde 1m 1. Mai 1906 in Halle an der Saale als Sohn eines Arztes geboren. 1930 trat er in die NSDAP ein und 2 Jahre später in die SS. 1933 promovierte er. Seine medizinische Karriere begann er als Assistenzarzt an der Chirurgischen Klinik der Universität Halle. Ab 1934 war er angestellt beim Gesundheitsamt Halle. Im Oktober 1939 war er am Euthanasieprogram „Aktion T4“ beteiligt. Im Januar 1940 wurde er Chef im „Grafeneck-Euthanasie-Zentrum in Württemberg, wo geistig Kranke in der ersten Gaskammer mit Kohlenmonoxid vergast wurden. Im Frühsommer 1940 wurde er an das „Sonnenstein-Euthanasie-Zentrum“ versetzt. Schumann gehörte zu einer Kommission von Ärzten mit der Bezeichnung „14f13“ die schwache und kranke Insassen der Lager Auschwitz, Buchenwald, Dachau, Flossenbürg, Gross-Rosen, Mauthausen, Neuengamme und Niederhangen in die Euthanasie-Todes-Zentren überführte. Am 28. Juli kam er nach Auschwitz. Hier arbeitete er im Block 30 in der Frauenstation, wo er 1942 eine Röntgenstation installierte, in der Männer und Frauen durch gezielte Bestrahlung der Geschlechtsorgane sterilisierte. Die meisten Opfer starben nach schwerem Leiden oder wurden unmittelbar vergast, weil sie durch die Verbrennungen nicht mehr zur Arbeit taugten. Die Hoden der Männer wurden entnommen und nach Breslau zur histopathologischen Untersuchung geschickt. Schumann wählte seine Testpersonen selbst aus. Es waren durchweg junge, gesunde, gut aussehende jüdische Männer, Frauen und Mädchen, die nach der Tortur wie alte Menschen aussahen. Die Körperteile, die den Röntgenstrahlen ausgesetzt waren, waren verbrannt und vereitert. Oft war auch der Darm getroffen. Viele starben. Ein Teil von Schumanns Kontrolltests, mit dem der Erfolg der Bestrahlung geprüft werden sollte, war der sogenannte Samentest: Ein mit einem Gummischlauch überzogener Stock wurde in das Rektum des Opfers eingeführt. Dann wurde das Opfer bis zur Ejakulation stimuliert, damit man das Ejakulat auf Spermien untersuchen konnte. Die Prüfung erfolgte wieder in der Universität von Breslau. Schumann führte auch Typhus-Experimente aus, indem der Opfer mit dem Blut von Typhuspatienten infizierte und sie dann zu heilen versuchte. Im Januar 1945 geriet er als Militärarzt an der Westfront in amerikanische Gefangenschaft aus der er im Oktober entlassen wurde. Im April 1946 begann er als Sportarzt für die Stadt Gladbeck zu arbeiten. Als er 1951 einen Waffenschein für ein Jagdgewehr beantragte, wurde er identifiziert und die DDR stellte einen Auslieferungsantrag. Auf Grund seiner eigenen Versicherung diente er drei Jahre als Schiffsarzt und weil er keinen deutschen Pass hatte, beantragte er einen japanischen, den er unter seinem eigenen Namen auch erhielt. Schumann flüchtete zuerst nach Ägypten und ließ sich dann in Khartoum als Klinikchef nieder. Als ihn 1962 ein Auschwitzüberlebender erkannte, musste er in den Sudan fliehen und später nach Ghana, wo er die Protektion des Staatschefs Kwame Nkrumah genoss. 1966 wurde er von Ghana nach Westdeutschland ausgeliefert, wo ihm am 23. September 1970 in Frankfurt der Prozess gemacht wurde. Wie auch immer, am 29. Juli 1972 wurde er wegen Herzproblemen und schlechter Gesundheit aus dem Gefängnis entlassen. Er starb 1983.

3) Christian Wirth (geboren am 24. November 1885 – gestorben am 26. Mai 1944 in Slowenien) war ein deutscher Polizeibeamter und SS-Sturmbannführer, der maßgeblich an der „Aktion T4“ beteiligt, erster Kommandant des Vernichtungslagers Belzec, und Inspekteur der Vernichtungslager der „Aktion Reinhardt“ war. Christian Wirth gilt als Beispiel für einen besonders brutalen und unbarmherzigen SS-Mann, der auch von seinen eigenen Leuten gefürchtet wurde. Hiervon zeugen die Beinamen, die ihm von seinen untergebenen SS-Männern gegeben wurden: „Christian der Grausame“, „Der wilde Christian“ und „Stuka“ für Sturzkampfflugzeug. Dieses Bild entstand vor allem aus den Nachkriegsaussagen seiner Untergebenen, die in ihren Gerichtsverfahren davon überzeugen wollten, dass sie sich in einem Befehlsnotstand befanden. Es ist aber z. B. ungeklärt, ob nicht Wirths eigene Leute den tödlichen Schuss in seinen Rücken abfeuerten. Ohne Zweifel war Wirth ein gefürchteter Vorgesetzter: Dazu trug seine sehr direkte und häufig derbe, zudem von Dialektausdrücken durchsetzte Wortwahl bei. Gleichermaßen ging er bei der „Aktion T4“, der „Aktion Reinhardt“ wie auch in Triest gegen Unregelmäßigkeiten in den eigenen Reihen vor, insbesondere gegen die Unterschlagung der Wertgegenstände, die den Mordopfern abgenommenen worden waren. Aufschlussreich sind die Aussagen des SS-Richters Konrad Morgen im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess: Morgen schilderte Wirth als einen Mann, der ebenso stolz war auf seine Erfahrungen aus der „Aktion T4“ wie auch auf seinen Beitrag zur „Optimierung“ der Massenmorde der „Aktion Reinhardt“. Am 26. Mai 1944 fand Christian Wirth bei einer Fahrt auf der Straße von Triest nach Rijeka den Tod bei einem Überfall von Partisanen.

Quelle: Laurence Rees „Auschwitz – Geschichte eines Verbrechens“ und Wikipedia

 
 

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