Nachrichten zum Thema Allgemein

09.04.2014 in Allgemein

Gegen das Vergessen; nie wieder!

 
Reimut Schmitt (Berlin)

Todesfabriken (Teil 5)

Die allermeisten jüdischen Kinder, die im Sommer 1942 nach Drancy (Lager in einer ehemaligen Gendarmeriekaserne) verbracht wurden, hatten nicht soviel Glück. Zwischen dem 17. Und 31. August gingen sieben Deportationszüge vom Lager nach Auschwitz ab, in denen die Kinder mitführen, die man in Beaue-la-Rolande und Pithiviers von ihren Eltern getrennt hatte. „An dem Morgen vor ihrem Abtransport zogen wir die Kinder so gut an, wie wir konnten“, sagte Odette Daltroff-Baticle (Eine Inhaftierte, die sich um die Kinder kümmerte).

26.03.2014 in Allgemein

Gedanken zum Tagesthema der Nahezeitung vom 24.03.2014 „Kindesmisshandlung“

 

Der Tod der kleinen Yagmur in Hamburg und ein Buch der Rechtsmediziner Tsokos und Guddat sind Anlass, dieses traurige Thema wieder einmal in den Focus zu stellen, was meines Erachtens nicht oft genug geschehen kann. Letztlich bleibt Frau Lehmann in ihrer journalistischen Aufarbeitung aber leider in plakativen Appellen stecken.

07.03.2014 in Allgemein

Gegen das Vergessen; nie wieder!

 
Reimut Schmitt (Berlin)

Todesfabriken (Teil 4)

Da die deutsche Verwaltung von den Franzosen verlangt hatte, nur erwachsene und arbeitsfähige Juden für die Deportation zu bestimmen, und die Kinder erst nachträglich dazugenommen worden waren,, um die Quote zu erfüllen, hatte man in Berlin noch keine formelle Entscheidung darüber getroffen, die Familien komplett zu deportieren. Doch obwohl die französischen Behörden wussten, dass diese Beschlüsse höchstwahrscheinlich in den kommenden Wochen gefasst würden, erklärten sie sich einverstanden, die Eltern von den Kindern zu trennen und zuerst die Erwachsenen zu deportieren.

10.02.2014 in Allgemein

Gegen das Vergessen; nie wieder!

 
Reimut Schmitt (Berlin)

Todesfabriken (Teil 3)

Bei einer Zusammenkunft zwischen Dannecker 1) und dem französischen Ministerpräsidenten Pierre Laval am 4. Juli 1942 machte dieser (nach Aussage Danneckers) das Angebot, „dass während der Evakuierung jüdischen Familien aus der unbesetzten Zone Kinder unter 16 Jahren ebenfalls abtransportiert werden könnten. Was die jüdischen Kinder in der besetzten Zone angehe, so sei diese Frage für ihn ohne Interesse. Historiker haben über diesen Vorschlag Lavals geurteilt, er gereiche ihm zu „ewiger Schande“, und erklärt, dieser Augenblick müsse „für immer in die Geschichte Frankreichs eingeschrieben sein“.

11.01.2014 in Allgemein

Gegen das Vergessen; nie wieder!

 
Reimut Schmitt (Berlin)

Todesfabriken (Teil 2)
Die deutschen Militärbehörden steckten in einem Dilemma. Wenn sie die von Hitler empfohlene Politik verfolgten, liefen sie Gefahr, die Kooperationsbereitschaft der französischen Bevölkerung zu verlieren – eine Vermutung, die sich anscheinend bestätigte, als es einen Aufschrei der Empörung gab, nachdem die Deutschen zur Vergeltung für Ermordung eines deutschen Offiziers in Nantes 98 Geiseln erschossen hatten.

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DER SPIEGEL
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