27.09.2013 in Allgemein

Versuch gescheitert, setzen fünf!

 

Da habe ich mich redlich bemüht das aufkeimende Interesse meines 11-jährigen Enkels an unserem Wahlsystem aufzugreifen. So erläuterte ich ihm, dass, wer mehr als die Hälfte der Stimmen bei einer Wahl auf sich vereinigt, die absolute Mehrheit erringt. Diese Vereinfachung, oder besser diese Unschärfe meiner Aussage fällt jetzt, jede Autorität untergrabend, auf mich zurück. Plötzlich muss ich meinem Enkel kleinlaut erklären, 42 Prozent der Wählerstimmen hätten zur absoluten Mehrheit der Parlamentsitze bei der Bundestagswahl gereicht. Unausgesprochen war zu spüren: Opa, das weißt du also auch nicht.

23.09.2013 in Allgemein

Gegen das Vergessen; nie wieder!

 
Reimut Schmitt (Berlin)

Ferne „Endaufnahmeplätze“ (Teil 1)

Am 3. September 1941 meldete sich Rolf-Heinz Höppner1) wieder bei Eichmann. Er schickte ein fünfzehnseitiges Memorandum zur „Organisation der Umwandererzentralstelle (UWZ)“ und entwickelte darin Vorstellungen, wie die neuen riesenhaften, bis weit in die Sowjetunion reichenden Vertreibungsvorhaben verwaltungstechnisch bewältigt werden könnten.

19.09.2013 in Allgemein

Wahlverweigerung stärkt die Falschen

 

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden vom Volk gewählt. So haben es die Väter des Grundgesetzes 1948 in unserer Verfassung verankert. Dieses elementare Recht, auf die politischen Geschicke unseres Landes Einfluss zu nehmen, wird aber von immer weniger Bürger wahrgenommen. Sollte auch hier zutreffen: Rechte die nicht wahrgenommen werden verkümmern, dann steht zu befürchten, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Sinnhaftigkeit dieses Rechtes hinterfragt wird.

07.08.2013 in Allgemein

Gegen das Vergessen; nie wieder!

 
Reimut Schmitt (Berlin)

Lokale Lösungen (Teil 3)

Da Himmler das Projekt zur Zwangssterilisierung nicht ernsthaft betrieb, ist es durchaus möglich, dass die „Euthanasie“-Beauftragten in der Kanzlei des Führers schon vor dem Krieg gegen die Sowjetunion den aktiven Massenmord an Juden planten. Allerdings lassen die Dokumente die begründete Vermutung zu, dass Bouhler1), Brack2) und Schmalenbach3) zu diesem Zeitpunkt – ähnlich wie Höppner4) – nicht die Vernichtung aller, sondern eher der arbeitsunfähigen Juden im Auge hatten.

10.07.2013 in Allgemein

Gegen das Vergessen; nie wieder!

 
Reimut Schmitt (Berlin)

Lokale Lösungen (Teil 2)

Zur selben Zeit, im Januar 1941, hatte Himmler den Philipp Bouhler1) unmittelbar unterstellten „Oberdienstleiter“ Brack2) gebeten, untersuchen zu lassen, ob die Massensterilisierung der Juden technisch durchführbar sei. Brack berichtete am 28. März 1941 von einer Methode auf der Basis von Röntgenstrahlung und forderte Himmler auf, zu entscheiden, "ob und was weiterhin in der Angelegenheit theoretisch oder praktisch geschehen soll". Der antwortete erst sechs Wochen später und ließ Brack wissen, er habe seinen Bericht mit Interesse gelesen und werde bei nächster Belegenheit mit ihm darüber sprechen.

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Aktuelle Nachrichten

DER SPIEGEL
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In China räumen die Menschen die Schäden eines weiteren Taifuns auf, in Kolumbien suchen Rettungsteams nach Überlebenden des Erdbebens. Und in Deutschland fahren immer mehr graue Autos herum. Das ist die Lage am Mittwochabend.

Angesichts zunehmender Gewalt gegen Palästinenser fordert der frühere Botschafter Steffen Seibert eine Veränderung der deutschen Israelhaltung: Man müsse sich stärker gegen die Siedlungspolitik stellen.

Ernteausfälle und Engpässe bei Futter: In manchen Regionen Deutschlands bringt die Dürre Bauernhöfe in Nöte. Nun werden Rufe nach staatlicher Unterstützung laut.

Die SPD könnte in Sachsen-Anhalt aus dem Landtag fliegen. Im Wahlkampf vor Ort spürt man, wie sehr die Partei dort in Verruf geraten ist.

In arabischen Ländern kommt Deutschland laut einer Umfrage gut an, gilt aber kaum als einflussreicher Akteur. Die enge Beziehung zu Israel ist weniger ausschlaggebend - prägend sind andere Interessen.

Bier und Wein für Minderjährige, solange die Eltern dabei sind? Diese Regel hat das Bundeskabinett nun gekippt. Familienministerin Prien will die Suchtrisiken bei 14- und 15-Jährigen mindern.

Die deutschen Geheimdienste sollen besser für die hybride Bedrohung aus Moskau gewappnet sein. Der Bundesnachrichtendienst und der Verfassungsschutz erhalten daher künftig Interventionsbefugnisse. Was sich dadurch ändert.

Die DDR-Geschichte soll fest in den Lehrplan, eine Visite in einer Gedenkstätte Pflicht werden: Dafür plädiert Bundesbeauftragte Zupke kurz vor dem Mauerbau-Jahrestag.

Es braucht keinen Masterplan, um die Welt zu verändern. Durch kleinteiliges Handeln kann ein neues Gesamtbild entstehen.

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