01.12.2010 in Allgemein

Gegen das Vergessen; nie wieder!

 
Reimut Schmitt (Berlin)

Judenverfolgung in Berlin
(Behördenmaßnahmen in der Reichshauptstadt)
Der Monat Dezember (Teil I)

Dezember 1933
1. Dezember:

Bei Berichten zu Anträgen auf eine Einreisegenehmigung ist von der Polizei in den Formularen zu Ziffer I nach „Staatsangehörigkeit“ sowie zu Ziffer II vor „Wohnung nebst genauer Anschrift“ die neue Rubrik „Religion“ einzufügen (Anordnung des Polizeipräsidenten).
4. Dezember:
Der Stadtschulrat von Berlin verbietet unter Androhung der Entlassung den Lehrern, jüdische Partner zu heiraten.
Dezember:
Sämtliche Berliner Sportvereine haben inzwischen die Einführung des „Arierparagraphen“ beschlossen.

01.11.2010 in Allgemein

Gegen das Vergessen; nie wieder!

 
Reimut Schmitt

Judenverfolgung in Berlin

(Behördenmaßnahmen in der Reichshauptstadt)

Der Monat November

November 1933
1. November:

Mehr als ein Dutzend uniformierte SA-Angehörige stürmt um 21.50 Uhr das Schanklokal „Birnbaum“ in der Grenadierstraße 14 in Berlin-Mitte. Die SA-Männer schlagen auf mehrere jüdische Gäste ein. Das Polizeipräsidium berichtet um 23.27 Uhr der Gestapo, die Täter seien unerkannt entkommen und Personen nicht verletzt worden.

07.10.2010 in Allgemein

Gegen das Vergessen; nie wieder!

 
Reimut Schmitt

Im November 1936 wurde am Reichsgesundheitsamt das „Rassenhygieneinstitut“ unter der Leitung des Tübinger Kinder- und Nervenarztes Robert Ritter eingerichtet. Später wurde es Teil des 1939 gegründeten Reichssicherheitshauptamtes, unmittelbarer Vorgesetzter Ritters war nun der Reichkriminaldirektor und SS-Oberführer Arthur Nebe (1894 – 1945).

29.07.2010 in Allgemein

Gegen das Vergessen; nie wieder!

 
Reimut Schmitt

Im Baltikum begann die Ermordung der ansässigen Juden – wie auch in der Ukraine und in Weißrussland – unmittelbar nach dem deutschen Einmarsch. Binnen weniger Monate ermordeten Kommandos der Einsatzgruppe A zusammen mit örtlichen Polizeiverbänden und unterstützt von Wehrmachtseinheiten den größten Teil der ansässigen Juden.

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Aktuelle Nachrichten

DER SPIEGEL
In der politischen Debatte finden die Ängste vieler Menschen nach den jüngsten Wahlergebnissen kaum statt. Das sollten wir ändern.

Ein Wochenende ohne Landtagswahlen, ein kurzer Moment zum Durchatmen. Zumal wir mit dem Ausgang der letzten drei Wahlen noch genug zu tun haben werden. Das ist die Lage am Sonntag.

Es ging (noch) nicht um die Kanzlerschaft, aber die Olympianominierung Münchens nutzt Markus Söders Ambitionen. Dabei hatte Konkurrent Hendrik Wüst viel in die Bewerbung aus Nordrhein-Westfalen investiert.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will auf die jüngste Massenankunft von Migranten in Ceuta reagieren. Vor einem Treffen mit europäischen Amtskollegen plädiert der CSU-Politiker für Rückführungen im Schnellverfahren.

Die Berliner SPD will mit Linken und Grünen sondieren. Das hat der Landesvorstand der SPD beschlossen. Zuvor hatten sich auch die Linken für Sondierungsgespräche ausgesprochen.

Im ganzen Land sind Tausende dem Aufruf der Gewerkschaften gefolgt und haben gegen die Reformpläne der Bundesregierung demonstriert. Arbeitgeber sprechen von »ritueller Reformverweigerung«.

Die Linke geht gerichtlich gegen Wirtschaftsministerin Reiche vor, ein entsprechendes Anwaltsschreiben liegt dem SPIEGEL vor. Es geht um ein Video, das die CDU-Politikerin verbreiten ließ.

CDU-Gesundheitsminister Linnemann will nächste Woche einen Gesetzentwurf durchs Kabinett bringen, der die Finanzen der Pflegeversicherung stabilisieren soll. SPD-Fraktionschef Miersch droht mit einem Veto.

Mehr Schutz vor Gewalt, mehr Mitbestimmung für Kinder: Das Justizministerium plant eine Reform im Familienrecht. Manche Fachleute warnen, dass das neue Probleme schaffen könnte.

Sollen die Grünen in Berlin mit der Linkspartei eine Koalition eingehen? Co-Parteichefin Franziska Brantner nimmt Wahlsiegerin Elif Eralp in die Pflicht - und nennt Bedingungen für ein Bündnis.

Ein Untersuchungsausschuss zur Coronapandemie könnte AfD und BSW in Sachsen-Anhalt verbinden. Bei einer geplanten Reformierung des Rundfunks hingegen gehen ihre Vorstellungen laut einem Bericht auseinander.

Ex-CDU-Fraktionschef Spahn fehlt bei der Sitzung des Haushaltsausschusses, weil er wohl auf Sardinien auf sein krankes Kind aufpassen muss. Nach SPIEGEL-Informationen soll er nur knapp dem Rauswurf aus dem Gremium entgangen sein.

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